Familienstiftungen Paul Wolfgang Merkel und Werner Zeller
Unsere Familie

Maria YELIN[1]
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Name Maria YELIN Geburt 17 Sep 1847 Geschlecht weiblich Beruf Diakonisse Tod 4 Sep 1920 Stuttgart
Personen-Kennung I211002 Merkel-Zeller Zuletzt bearbeitet am 6 Jul 2026
Vater Johann Heinrich David YELIN, geb. 31 Okt 1802 gest. 9 Aug 1850, Wolfenhausen
(Alter 47 Jahre) Mutter Caroline Sophie FRAUER, geb. 31 Mai 1808, Truchtelfingen
gest. 28 Dez 1871, Tübingen
(Alter 63 Jahre) Eheschließung 31 Mai 1931 Familien-Kennung F91498 Familienblatt | Familientafel
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Notizen - Maria starb nach qualvollem Leiden im Stuttgarter Diakonissenhaus, in welchem sie seit 08.10.1872 ihre Heimat hatte.
Sie war ein gesundes kräftiges Kind, erst 3 Jahre alt, als ihr Vater starb. Nach ihrer Konfirmation 1861 kam sie in das Institut Korntal, wo sie bei großem Fleiß forttreffliche Fortschritte machte. Im Jahre 1864 tat sie dort aus. 1868-1871 kam sie zu Stadtpfarrer Goes in Metzingen und war Sonne und Stütze der alternden Leutchen. Da ihre Mutter in Tübingen sehr leidend war, musste sie 1871 heimkehren und die Pflege mit Schwester Julie bei der kranken Mutter übernehmen, die dann auch am 28.12.1871 nach immer beschwerlicherem Leiden ganz entschlief. Im Oktober 1872 trat sie als Probeschwester im Stuttgarter Diakonissenhaus ein. 1874 wurde sie vom Typhus ergriffen, ist aber nach 6 wöchentlichem schwerem Krankenlager wieder genesen. Bald konnte sie Kenntnis ihres festen Charakters, ihre gediegene Bildung, die taktvolle Weise ihres Verkehrs mit Kranken und Gesunden, ihre unbedingte Hingabe an den erwählten Beruf der Aufmerksamkeit der Leitung des Diakonissenhauses nicht entgehen. Vor Neujahr 1874 fand sie daher Verwendung als Lehrschwester. Am Himmelfahrtsfest 1876 wurde sie nach wohl bestandener Probezeit in der Stiftskirche zu Stuttgart durch Oberhofprediger Prälat von Gerok zum Diakonissenberuf eingesegnet.
Da sie alle die jungen Schwester gut kannte, durch den Unterricht, wurde sie von Herrn Pfarrer Hoffmann stets als Beraterin beigezogen bei der Aussendung der Schwestern. Auch die schriftlichen Arbeiten und Correspondenzen wurden von ihr bei ihrer Gabe alles leicht fließend zu Papier zu bringen und bei ihrer guten Handschrift aufs beste erledigt. Sie wurde daher oft über Kräften verwendet.
Schon seit Herbst 1881 bekleidete die liebe Maria die Stelle einer Probemeisterin im Diakonissenhaus vermöge der sie sich an der Mitaufsicht über die Anstalt zu beteiligen hatte. Leider wird der lieben Maria die Führung ihres Berufes oft sehr erschwert durch ein Leiden, das ihr seit vielen Jahren ein Pfahl im Fleisch geworden ist und das ihr täglich zur Demütigung, aber auch zur Erhebung im Gebet dient. Sie ist sehr poetisch angelegt und konnte viel schöne Gelegenheitsgedichte machen. Nach ihrem Tode kam eine Sammlung ihrer schönen Gedichte heraus. Sie wurde geschätzt und geliebt von allen, die mit ihr zu tun hatten. Sie hat viel Gutes gewirkt in ihrem Leben.
- Maria starb nach qualvollem Leiden im Stuttgarter Diakonissenhaus, in welchem sie seit 08.10.1872 ihre Heimat hatte.
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Quellen - [S173] Elise Eberbach geb. Yelin 1924, Burk.
- [S173] Elise Eberbach geb. Yelin 1924, Burk.
